Ergebnisse zur Stunde der Gartenvögel

Foto: Sebastian Hennings
Foto: Sebastian Hennings

Der NABU Heide-Wendland freut sich über eine gute Beteiligung bei der 14. Stunde der Gartenvögel, die von Vatertag bis Muttertag, vom 10. bis 13. Mai, stattfand. Fast 550 Teilnehmer aus der Region haben aus über 350 Gärten Beobachtungen gemeldet. Der Haussperling bleibt mit 5,8 erfassten Individuen pro Meldung häufigster Gartenvogel, gefolgt von Amsel, Feldsperling, Star und Kohlmeise. Diese fünf Vögel konnten auch deutschlandweit am häufigsten gezählt werden, der Feldsperling schafft es hier jedoch nur auf Platz fünf. Dies ist vermutlich auf die eher ländlich geprägten Strukturen des Heide-Wendlandes zurückzuführen.

„Die gute Beteiligung zeigt, dass viele Menschen ein großes Interesse an der Natur haben und bereit sind, sich für den Erhalt der Artenvielfalt zu engagieren“, sagt NABU-Regionalgeschäftsleiterin Andrea Pohlen. „Das lässt auch darauf hoffen, dass immer mehr Hobbygärtner darauf achten, ihren Garten besonders vogel- und naturfreundlich gestalten.“ Insgesamt wurden bei der Stunde der Gartenvögel im Heide-Wendland 36,9 Vögel pro Garten gesichtet, was über dem Bundesweiten Durchschnitt von 33,8 liegt.

Leicht positive Nachrichten gibt es vom Vogel des Jahres 2018, dem Star. „Er wurde mit im Schnitt 2,6 Vögeln pro Garten gemeldet“, so Pohlen. „Das ist leicht über dem Durchschnitt von 2,1 Staren, der beispielsweise 2010 gemessen wurde.  Vor Beginn der Stunde der Gartenvögel, insbesondere zwischen 2002 und 2006 hatte der Star deutschlandweit dramatisch um über ein Drittel abgenommen. Seitdem hält sich der Bestand fast stabil. Von den Beständen, die es bis zur Jahrtausendwende gab, sind die Stare jedoch weit entfernt.“

Besonders Arten, die ausschließlich Insekten fressen oder zumindest ihre Jungen mit Insekten füttern, wie Meisen, wurden in diesem Jahr deutlich weniger gezählt. „Das passt zum generellen Trend der besonders starken Abnahme insektenfressender Vogelarten und muss weiter beobachtet werden“, so Pohlen. „Wer diesen Vögeln helfen will, sollte seinen Garten naturnah mit heimischen Büschen und Bäumen bepflanzen.“

 

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