Zählen, was zählt und den Insektensommer aktiv erleben

Steinhummel - Foto: NABU/H. May
Steinhummel - Foto: NABU/H. May

Unter dem Motto „Zählen, was zählt“ startet der NABU sein neues Citizen Science-Projekt „Insektensommer“. Es ist die erste bundesweite Insektenzählung in Deutschland. Auch die Naturfans im Heide-Wendland sind aufgerufen, das Summen, Brummen und Krabbeln in ihrer Umgebung zu beobachten und zu dokumentieren. Jede und jeder kann mithelfen, Daten zur Artenvielfalt und Häufigkeit der Insekten zu sammeln. Das geht fast überall – im Garten, oder Park, auf der Wiese, in Wald und Feld, an Teich, Bach oder Fluss. Das Beobachtungsgebiet sollte nicht größer sein als etwa zehn Meter in jede Richtung vom eigenen Standpunkt aus. Gezählt wird eine Stunde lang. Die Ergebnisse werden dann unter www.insektensommer.de online gemeldet.

„Wir freuen uns auf diese tolle Aktion, mit der wir auf die enorme Bedeutung der Insekten und ihre starke Gefährdung hinweisen können“, sagt Andrea Pohlen, Leiterin der NABU Regionalgeschäftsstelle Heide-Wendland. „Wir wollen die Menschen im Heide-Wendland für den Schutz dieser kleinen Lebewesen sensibilisieren. Jede und jeder kann übrigens mit einem naturnah gestalteten Garten einen Beitrag für den Artenschutz leisten. Mehrere NABU-Gruppen in der Region haben bereits Nisthilfen für Wildbienen gebaut“ Gleich zwei Mal können sich große und kleine Naturfreundinnen und -freunde auf die Lauer legen und 16 verschiedenen Insektenarten suchen: vom 1. bis zum 10. Juni sowie vom 3. bis zum 12. August.

Egal ob Blattlaus, Fliege oder Schmetterling – jeder Sechsbeiner aus einer Auswahl von 16 in Deutschland häufig vorkommenden Arten kann gemeldet werden. Darunter sind vier Tagfalter (Admiral, Tagpfauenauge, Schwalbenschwanz, Kleiner Fuchs), drei Wildbienen (Ackerhummel, Steinhummel, Holzbiene), zwei Käfer (Asiatischer Marienkäfer, Sieben-Punkt-Marienkäfer) zwei Wanzen (Lederwanze, Streifenwanze), die Hainschwebfliege, die Florfliege, die Blutzikade und die Blaugrüne Mosaikjungfer als Libellenart sowie das Grüne Heupferd als Laubschrecke.

Die Daten der Zählaktion Insektensommer werden in Zusammenarbeit mit der Plattform www.naturgucker.de erfasst. Die Ergebnisse werden vom NABU ausgewertet und zeitnah veröffentlicht.

 

Weitere Informationen rund um Nisthilfen, und den Schutz von Insekten, sowie den Insektensommer erhalten Sie auch in unserer Geschäftsstelle.