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Reiseprogramm 2022 erschienen

Unter NABU-Leitung zu Flamingo, Murmeltier, Bienenfresser und Co.

Foto: NABU
Foto: NABU

Wer möchte nicht die Gelegenheit haben, den majestätischen Steinadler in seinem Revier, in dem auch das Murmeltier und bunte Wiesenblumen auf Almen ihr Zuhause haben, zu erleben, oder zahllose Weißstörche im romantischen Masuren, mit etwas Glück auch Delfine vor Cornwalls blühenden Steilküsten oder den Wanderfalken im Pfälzerwald zu erblicken? All das ist möglich – unter fachkundiger Leitung des NABU-Niedersachsen-Reiseteams. Denn gerade ist das Programm „Natur und Reisen“ für 2022 erschienen – und es feiert ein Jubiläum: es ist das 25. in Folge und wieder um neue Ziele erweitert.

 

„Uns ist es wichtig, Landschaften in ihrer Vielfalt, so zu sagen ‚hinter den Kulissen‘ und ‚jenseits des Normaltourismus‘ zu zeigen – und das fachkompetent, mit erfahrenen Naturkennern vor Ort“, erläutert Rüdiger Wohlers, der das Programm 1998 mit einer Reise ins südwestbritische Cornwall begründete. „Wir erwandern und erkunden besonders spannende Landschaften, erleben bei Besichtigungen aber auch Kultur und Lebensweise der Menschen sowie deren Geschichte“, sagt der Naturschützer. „Was wir nicht wollen, ist Kaffeefahrt- und Fotostopp-Tourismus, wir wollen tiefer in die Landschaften eintauchen – und das klimafreundlich mit dem Reisebus. Mit uns gibt es ganz bewusst keine Flugreisen.“

 

Zu den Zielen im kommenden Jahr zählen wieder Klassiker wie Cornwall, Großbritanniens südwestlichster Zipfel im Golfstrom, das auf den Steilküsten hoch über dem Atlantik erwandert wird und dessen weltberühmte, subtropische Gärten einen weiteren Schwerpunkt bilden, ebenso jahrtausendealte Steinkreise und historische Fischerdörfer. „Und das ohne Klischees“, fügt Rüdiger Wohlers schmunzelnd an. Auf den Britischen Inseln erweitert das Lake District im Norden Englands den Reigen, und ebenfalls als Klassiker taucht Masuren mit seinen dichten Wäldern, seinen Seen, den See- und Fischadlern, den Störchen an der russischen Grenze und seiner reichhaltigen Kultur und Geschichte auf, darunter eine Stadtführung in Danzig.

 

Besonders stark nachgefragt ist stets die Reise in die „wilden Nordalpen“, bei der, vom Zugspitzdorf Grainau ausgehend, interessante Landschaften im Werdenfelser Land und im Nordtirol erkundet werden. Dazu gehören auch Wanderungen in den Naturparks Tiroler Lech und Karwendel. Am Tiroler Lech, dem wohl bedeutendsten Wildfluss der Alpen, werden der einzigartige Trockenauwald erkundet und viel „Tirolerisches“ erlebt, im Karwendel geht es sogar in den Ahornboden mit seinen bis zu 650 Jahre alten Ahornbäumen und ins Reich von Steinadler, Murmeltier und Co.

 

Auf große Resonanz stößt ebenso die Reise in den Pfälzerwald, Deutschlands größtes zusammenhängendes Waldgebiet, und die Nordvogesen, wo im Elsass auch etwas „savoir vivre“ eingeatmet werden kann. Bei dieser Reise wird sogar waschechten Wanderfalkenbewachern im Pfälzerwald über die Schulter, vielmehr durch das Fernglas geschaut, und es kann miterlebt werden, wie diese schnellsten Greifvögel der Welt ihren Nachwuchs aufziehen.

 

Im Altmühltal werden Wacholderheiden ebenso erwandert wie Feuchtwiesen, in denen viele Schmetterlinge und Vögel ihre Heimat finden, bei einer Schiffstour wird das Weltnaturerbe des Donaudurchbruchs an der Weltenburger Enge erfahren und bei einer Wanderung vertieft, und auf den Spuren der Römer wandelt es sich in Weißenburg, auf den Spuren des Urvogels Archaeopteryx in der Willibaldsburg in Eichstätt.

 

Erstmals findet sich im Programm wieder eine Reise in den Harz, „ein Gebirge voller Geschichte und Geschichten“, die vom NABU-Nationalpark-Haus St. Andreasberg fachkundig zusammengestellt und geführt wird. Den Abschluss des Reisejahres unter der Leitung des NABU Niedersachsen markiert traditionell die Reise in die farbenfrohe, südfranzösische Provence – zu Gast bei Flamingo, Pelikan, Bienenfresser und Co.

 

 

Das Programm findet sich online unter www.natur-und-reisen.de und kann als gedruckte Version angefordert werden unter Tel. 04761 – 71330.   


Wiesenmahd mit der Oberschule Westercelle

10. November 2021

Am vergangenen Mittwoch, den 10.11.2021, war es so weit: Der erste Naturschutzeinsatz der Oberschule Westercelle auf der Blumenwiese an der Burgstraße in Westercelle stand an. Zusammen mit dem NABU legten sich die Schüler*innen der 7. Klasse an diesem sonnig-kalten Morgen so richtig ins Zeug. Es galt die ca. 3.000 m² große Wiese zu mähen und das Mahdgut anschließen von der Fläche zu räumen. Zudem musste Gehölzaufwuchs entfernt werden.

Die ökologisch hochwertige Wiese ist Teil eines neu entstehenden „grünen Klassenzimmers“. Den anderen Teil bildet ein, sich an die Wiese anschließender, Wald. An diesen legten die Schulkinder in Kooperation mit der „Stiftung Zukunft Wald“ einen Waldrand, bestehend aus standortheimischen Wildsträuchern an. Die Biotope sollen als Erlebnis- und Entdeckungsraum den Schüler*innen die Artenvielfalt näherbringen und ihnen die Bedeutung und Schönheit der Natur hautnah vermitteln.

Wiese und Wald werden von den Schüler*innen in den kommenden Jahren naturschutzfachlich weiterentwickelt. Betreut werden sie dabei von ihrem Biologielehrer, Andreas Brüggemann, der „Stiftung Zukunft Wald“ und dem NABU.

 

Künftig soll die Wiese ein- bis zweimal im Jahr gemäht werden. Die Wiesenmahd verhindert das Aufwachsen von Gehölzen und die damit einhergehende Verbuschung der Wiese; zudem wird die Fläche durch das Mähen ausgehagert, um so den heute immer seltener werdenden Gräsern und Kräutern, wie der Heidenelke (Dianthus deltoides), einen Lebensraum zu geben. Ziel ist die Entwicklung eines Sandtrockenrasens, der mit seinen artenreichen Pflanzenbeständen Heimat einer Vielzahl von Insekten, Spinnen, Vögeln, Reptilien und Säugetieren ist.

Fotos: A. Brüggemann
Fotos: A. Brüggemann


NABU launcht Online-Plattform Naturschutzinteressierte

11. November 2021

 

Artenschutz, Biodiversität, Klimakrise: Das sind Themen, die längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen sind. Immer mehr Menschen wollen sich aktiv für den Naturschutz einsetzen. Dafür brauchen sie neben Interesse und Engagement vor allem Wissen. Der NABU bietet darum jetzt eine Lernplattform an, auf der sich alle Naturinteressierten auf die Aufgaben im Naturschutz vorbereiten können.

 

 

Unter www.NABU-wissen.de gibt es beispielsweise Kurse zu den Schutzgebieten, zum Bau von Nistmöglichkeiten für Vögel und zum Fledermausschutz. Auf der Online-Plattform erfahren ehrenamtlich engagierte Menschen, wie Arten und Lebensräume geschützt werden, aber auch wie sie sich selbst beim Einsatz für die Natur schützen, etwa bei der Krötenwanderung an Verkehrsstraßen. Zudem gibt es Hintergrundinformationen über den NABU, darüber wie der Verband strukturiert ist und funktioniert. Dort erfährt man auch, wie die Naturschutzverbände und die zuständigen Behörden zusammenarbeiten, auf welchen Rechtsgrundlagen Naturschutz basiert und wie Naturschutzrecht angewendet wird.

>>NABU-Lernplattform: www.NABU-wissen.de